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Keine Matrix, echte Kreation,
echte Produkte.

Keine Matrix, echte Kreation,
echte Produkte.

Von Michael Meyer, Partner und Geschäftsführer Kreation

Nur echte Kommunikation kann ein Gewinner sein.

Wer urteilt, sollte am besten bei sich selbst anfangen. Das faule Ei in meiner Award-Historie war ein Fall, auf den ich einmal furchtbar stolz war – und für den ich mich heute immer noch ein bisschen schäme. Als ich Juniortexter bei Springer und Jacoby war, musste nach einem Jahr in der besten Agentur Deutschlands dann doch endlich mal ein Award her. Mein Mentor Amir Kassaei hatte damals zusammen mit seinem Art Director Florian Grimm die Idee zur berühmten HUNGER-Kampagne. Wer Amir kennt, weiß, dass er alle deutschen Verlage so lange wahnsinnig gemacht hat, bis sie ihm freiwillig die Kampagne in allen großen deutschen Blättern publiziert haben. Ich surfte in seinem Windschatten und hatte die Idee, die Kampagne doch auch als Kommunikation im Raum umzusetzen. Wir holten uns also gemäß der Kampagne eine schwarze Schaufensterpuppe, banden ihr eine Decke vom Roten Kreuz um und brachten in einer befreundeten Boutique am Jungfernstieg am Schaufenster einen Dispenser für Spendenkarten an. Die Aktion war genau drei Stunden live. Drei Stunden! Abends wurde alles wieder abgehängt. Aber das Foto für die Awards war gemacht, der Case konnte eingereicht werden. Ich bekam meinen ersten Nagel in Bronze beim ADC. Zuerst stand ich auf der Bühne, dann an der Bar. Und dachte, ich sei der Größte. Was für eine Dummheit. Was für ein Quatsch. Eine Jugendsünde, die mich bis heute davon abhält, Nebelkerzen für Awardshows zu produzieren. Das ist das einzig Positive, das ich daran finden kann. Vielmehr bin ich ein bisschen froh über die Kommunikation, die am Markt wirklich arbeitet. Wenn da etwas dabei ist, dann reichen wir auch ein. Und wenn es gewinnt, kann sich das auch mal ganz gut anfühlen. Nicht mehr, nicht weniger.

Die Jagd nach Auszeichnungen ist eine Jagd ohne uns. Die Verpflichtung zu maximaler Relevanz unter dem 19:13 Credo „Create change, communicate change“ passt nicht dazu, Gelder, Kapazitäten und Know-how für Kreationen zu verheizen, die für unsere Kunden keinen Effekt und Sinn haben.

Von Fritz Schuhmann, Creative Director Text

Würde man jemanden für das Reparieren einer Sache loben, die er vorher mutwillig selbst zerstört hat?

Genau das passiert aber, wenn Ideen nur zum Zwecke einer Auszeichnung kreiert werden. Es werden Probleme gelöst, die vorher selbst erzeugt wurden – und nicht selten aus der Luft gegriffen sind. Eine Möwe, die Nivea kackt? Da weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll …

Löwen, Nägel, Grands Prix und tolle Platzierungen in Kreativrankings dürfen fraglos jederzeit das Ergebnis von Kreation sein. Aber nie das Ziel. Für Kreation um der Kreation willen gibt es einen Begriff: Kunst. Die wahre Kunst der Kommunikation ist es aber, Selbstzweck und Fremdzweck in der kreativen Lösung eines real existierenden Problems zu vereinen. Denn so macht Kreation Kunden glücklich. So entstehen die wahren Erfolge. Und so arbeiten wir: immer brillant – aber maximal relevant.

Fritz Schuhmann, Creative Director Text, 19:13

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